Weltfrauentag am 8. März
Ein Tag, der uns daran erinnert, dass Frauen ihre Rechte nicht geschenkt bekommen haben, sondern sie sich unter enormen persönlichen Risiken erkämpfen mussten. Die Textilarbeiterinnen, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert streikten, handelten nicht aus Laune, sondern aus purer Not. Sie arbeiteten unter Bedingungen, die wir heute als menschenunwürdig bezeichnen würden und dennoch hatten sie den Mut, aufzustehen. –
Dass Frauen wie Clara Zetkin das Wahlrecht forderten, war damals revolutionär. Und es bleibt beschämend, wie lange es gedauert hat, bis diese grundlegende Forderung umgesetzt wurde.-
Wer glaubt, dieser Kampf sei abgeschlossen, irrt gewaltig. –
Wir müssen aber gar nicht weit in die Geschichte zurückblicken: Erst mit der Familienrechtsreform 1975/76 durften Frauen in Österreich ohne Einwilligung ihres Ehemannes arbeiten gehen, ein Schritt, der sie erst dann rechtlich auf Augenhöhe stellte .-
Doch der Kampf um tatsächliche Gleichstellung ist traurig aber wahr und immer noch nicht beendet. Frauen verdienen weiterhin weniger, werden in Führungspositionen übergangen und erleben Gewalt, die viel zu oft verharmlost oder unsichtbar gemacht wird. –
Solange Frauen für gleiche Arbeit weniger Lohn erhalten, solange Care-Arbeit als selbstverständlich weiblich gilt, ist Gleichberechtigung nicht erreicht und der Weltfrauentag bleibt notwendig. –
Gleichberechtigung ist kein freundlicher Appell. Sie ist ein Recht. Und es wird höchste Zeit, dass dieses Recht überall durchgesetzt wird
